Drucken Weiterleiten   Schriftgröße: KleinNormalGroß

Alte Sammlung, Neuerwerbungen

Die Sammlung des Nationalen Palastmuseums besteht hauptsächlich aus Objekten der chinesischen Kunst und Kultur. Viele der Werke der Sammlung können als Meisterwerke gelten, weshalb das Museum als eine Schatzkammer der chinesischen Kultur bekannt ist.

Nach ihrer Ankunft in Taiwan wurden die Sammlungen des Palastmuseums und des Vorbereitungsbüros des Nationalen Zentralmuseums vorübergehend in Pei-kou, Gemeinde Wu-feng, im Landkreis Taichung aufbewahrt. 1965 wurden die beiden Museen zusammengelegt und bezogen ihren neuen Museumsbau in Wai-shuang-hsi, Taipei . Der Teil der Sammlung des Palastmuseums, der nach Taiwan gebracht worden war, bestand aus 46.100 Antiquit ä ten, 5.526 Gemälden und Kalligrafien und 545,797 seltenen B ü chern und historischen Dokumenten. Die Sammlung des Nationalen Zentralmuseums umfasste 11.047 Antiquitäten, 477 Gemälde und Kalligrafien sowie 38 seltene Bücher. Insgesamt waren es also 608,985 kulturelle Objekte.

Die Lagerung der Sammlung in Kisten in Pei-kou, Taichung.
Die Lagerung der Sammlung in Kisten in Pei-kou, Taichung.
 

Die gegenwärtige Sammlung des Nationalen Palastmuseums besteht jedoch nicht nur aus den Sammlungsobjekten, die die beiden oben genannten Institutionen nach Taiwan gebracht haben, sondern auch aus sp ä teren Neuerwerbungen. Die Neuzugänge stammen von Ü bergaben aus anderen Institutionen, von Schenkungen, die dem Museum gemacht wurden, oder von Ankäufen, wobei die meisten Zugänge von Schenkungen und Ankäufen herrühren.

Schon vor ihrer Verlegung nach Taiwan hatten das Palastmuseum in Peking und das Vorbereitungsbüro des Nationalen Zentralmuseums mit der Erweiterung ihrer Sammlungen begonnen. 1934 erwarb das Palastmuseum z. B. ein Standardmaß aus Bronze, das aus der Zeit des Wang Mang Interregnums stammt und in Ch'en-kou-i, Landkreis Ting-hsi, in der Provinz Kansu ausgegraben worden war. Nach der Kapitulation Japans nahm das Museum Schenkungen von Keramikwaren der Familie von Herrn Kuo Pao-ch'ang sowie von Shang- und Chou-Bronzen des deutschen Sammlers Werner Jannings an. Das Vorbereitungsb ü ro des Nationalen Zentralmuseums seinerseits hatte wertvolle Bronzen aus den Sammlungen der Studios Shan-chai der Familie Liu, Shuang-chien-i der Familie Yü und Sung-chai der Familie Jung erworben.

Seit seiner Eröffnung in Taipei hat das Nationale Palastmuseum seine Sammlung ständig erweitert. 1969 wurden Richtlinien für Neuerwerbungen verabschiedet, die einerseits den privaten Sektor zu Schenkungen ermutigen, andererseits die Bildung eines Haushaltspostens vorsehen und auch ermöglichen, Kunstwerke im Palastmuseum aufzubewahren.

Diese Gegenstände können alle als Schätze für sich gelten. Besonders erwähnenswert sind jedoch die Sandelholz-Möbel aus der Residenz des Ch'ing-Prinzen Kung, das kalligrafische Werk von Ch'en Po aus der Nördlichen Sung-Dynastie, die Schriftrolle über das "Fest der kalten Speisen" von Su Shih der Nord-Sung-Dynastie, die "Frühlingsdonner"-Zither aus der T'ang-Dynastie, das Tzu-fan - Bronzeglockenspiel aus der Frühlings- und Herbstperiode, die buddhistischen Skulpturen aus vergoldeter Bronze seit der Nördlichen Wei-Dynastie, die Jadetabletts, die von T'ang-Kaiser Hsüan-tsung für die Verehrung des Erdgottes verwendet wurden, Eine kalligrafische Wiedergabe des Kapitles Hsi-tz'u aus dem I-ching (Buch der Wandlungen) von Chu Hsi der Südlichen Sung-Dynastie und das Gem ä lde Der Berg Lu von Chang Dai-ch'ien. Das Museum hat auch eine große Anzahl an prähistorischen Jadeobjekten, Keramiken, Bronzen aus der Shang- und der Chou-Dynastie sowie ber ü hmte Gemälde und Kalligrafien von der Regierungszeit des Ch'ing -Kaisers Chia- ch'ing bis in die Moderne erworben. All diese Neuerwerbungen dienten dazu, Lücken der ursprünglichen Sammlung zu schließen.

facebook
twitter
plurk
Vorherige Seite  Startseite