國立故宮博物院 National Palace Museum
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Ein Palastkonzert
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Ein Palastkonzert
Anonym, T'ang-Dynastie (618-907)
Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide, 48.7 x 69.5 cm
 
Dieses Gemälde zeigt zehn Hofdamen des Inneren Hofes, die um einen großen, rechteckigen Tisch herumsitzen. Einige trinken Tee, andere machen Trinkspiele mit Wein. Die vier Personen am oberen Ende des Bildes sind dafür verantwortlich, Musik zu spielen und für eine fröhliche Stimmung zu sorgen. Die Instrumente, die sie halten, sind von rechts nach links eine Flöte, eine P’i-p’a (chinesische Laute mit vier Saiten), eine Ku-cheng (chinesische Zitherart) und eine Sheng (Blasinstrument mit einem Mundstück und 13-19 orgelpfeifenartig angebrachten Bambuspfeifen). Die beiden stehenden Figuren sind Dienerinnen; die hintere spielt eine Klapper, um den Takt anzugeben. Aus dem Gesichtsausdruck der Damen zu schließen, muss die Musik äußerst wohlklingend sein. Selbst der kleine Hund unter dem Tisch fühlt sich durch sie nicht gestört.

Dieses Werk trägt keinen Stempel und keine Signatur des Künstlers. Der ursprüngliche Titel lautete jedoch "Bild eines Palastkonzertes durch einen Yüan (1279-1368)-Künstler." Sieht man sich aber die Frisuren der Hofdamen genauer an, stellt man fest, dass einige ihr Haar oben auf dem Kopf in eine Richtung gekämmt haben, (sogenannte "fallende Vorderkopfknoten"), während andere sie in zwei Richtungen gekämmt und sie auf der Höhe der Ohren zu Knoten zusammengesteckt haben ("Seitenknoten"), wieder andere tragen auch eine sogenannte “Blumenkrone”. Dies entspricht alles der Frauenmode in der T’ang-Dynastie. Außerdem stimmen auch die aus Bambus gewobene Tischplatte, die nierenförmigen Stühle, die Weintassen mit Flügeln und die Tatsache, dass die P’i-p’a quer gehalten und mit einem großen Plektrum geschlagen wird, mit den Sitten der späten T’ang-Dynastie überein. Aus diesen Gründen wird das Werk inzwischen einem unbekannten T’ang-Künstler zugeschrieben. (Liu Fang-ju)
 
 
 
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