國立故宮博物院 National Palace Museum
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Leben am Fluss beim ersten Schnee
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Leben am Fluss beim ersten Schnee
Chao Kan, Fünf Dynastien (Südliche T'ang)
Querrolle, Tusche und Farben auf Seide, 25,9 x 376,5 cm
 
Diese Querrolle, die von rechts nach links aufgerollt wird, stellt eine Kombination aus Landschaftsmalerei und lebhafter Personendarstellung dar. Ganz am Anfang der Rolle auf der rechten Seite befindet sich eine Inschrift des Kaisers Li Yü (regierte 961-975) der Südlichen T’ang-Dynastie, die "Leben am Fluss beim ersten Schnee von Student Chao Kan der Südlichen T'ang-Dynastie" lautet., was ein zeitgenössischer Beweis sowohl für den Titel, als auch für den Künstler ist.

Chao Kan stammte aus Kiangning in der Provinz Kiangsu. Er wuchs südlich des Unterlaufs des Yangtze-Flusses auf, weshalb er Szenen und Landschaften malte, die typisch für dieses Gebiet sind. Besonders gut verstand er sich auf die Komposition eines Gemäldes. Die Querrolle “Leben am Fluss beim ersten Schnee“ beschreibt sehr eindringlich die mühselige Arbeit der Fischer am Flussufer bei einem Schneetreiben. Etwa nach einem Drittel des Weges vom Anfang her gesehen, stößt man auf eine Gruppe Reisender, die am Flussufer entlang marschiert. Der Ausdruck auf ihren Gesichtern - und denen ihrer Esel – lässt einen nachempfinden, wie kalt und rauh der Wind und wie beschwerlich die Reise ist.Was die Technik anbelangt, so füllte Chao Kan nahezu die gesamte Bildfläche mit wässriger Tusche und spritzte weiße Pigmente als Schnee darüber. Die Außenlinien der kahlen Bäume der Winterwälder sind mit einer Pinseltechnik gemalt, bei der versucht wird, die Pinselspitze in der Mitte des Pinselstriches zu halten. Sie wirken daher so stark wie gedrehtes Eisen. Zum Ausmalen der Stämme trug er die Tusche dünn und trocken auf, eine Technik, die spätere Künstler oft für Felsen verwendeten. Dadurch entsteht ein Effekt von hell und dunkel, der ein Gefühl von Volumen verleiht. Chao Kan malte die Schilfrohre mit Ocker, wobei er den Pinsel in Pulver wendete und jeweils nur einen einzigen Pinselstrich gebrauchte, eine recht kreative Malweise. Die Hügel und Abhänge modellierte er auch mit dünner Tusche, benutzte allerdings nicht die oben erwähnten trockenen Pinselstriche, wodurch er sich von den nach ihm kommenden Künstlern unterschied. Nach den Stempelaufdrucken zu schließen, war dieses Meisterwerk der frühen Landschaftsmalerei ein begehrtes Stück privater und kaiserlicher Sammlungen zwischen der Sung (960-1279)- und der Ch'ing-Dynastie (1644-1911).
 
 
 
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