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Schon seit Vorzeiten hat es auf dem riesigen eurasischen Kontinent viel Interaktion und Austausch gegeben. Bereits im Jahr 138 n.Chr. hatte Chang Chien als Botschafter des Han-Reiches das Tal des Gelben Flusses als Durchgang für Handelswege zwischen Zentral- und Westasien geöffnet. Diese Route erhielt den Namen „Seidenstraße“. Kunstformen wie geflügelte Tiere und hornförmige Trinkbecher, welche in Westasien beliebt waren, gelangten auf diesem Weg nach China. Die Menschen in der Zeit der Han-Dynastie fanden an diesen Formen Gefallen und fertigten Jadeschnitzereien nach diesen Vorbildern an, welchen glückverheißende Bedeutungen wie „Abwehr des Bösen“ oder „Förderung des Wohlstands“ zugeschrieben wurden. |
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Fabelwesen aus Jade
Östliche Han-Dynastie (25-220)
Ausgestellt auf Podest aus der Qing-Dynastie |
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Jadetrinkbecher in Form eines Horns mit hohem Drachenrelief
Han-Dynastie (206 v.– 220 n.Chr.)
Form in Anlehnung an ein Rhyton mit Oberflächendetail auf Abrieb rechts |
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In der Zeit der Han-Dynastie kamen Silberwaren in der Form von Lotosblüten aus dem alten Persien der Parther. Im 8. und 9. Jahrhundert, während der Blütezeit der Tang-Dynastie, kamen auch blumenförmige Gold- und Silberobjekte aus dem Reich der Sassaniden und aus Sogdia (Persien) nach China. Nach einer Zeit der Anpassung waren auf chinesischem Porzellan Blumenmuster zu finden und Glasuren mit Früchte- und Blumenformen. Diese nicht-chinesischen Pflanzenmotive wurden später als Teil „typisch chinesischer Kunst” angesehen. Im 17. Jahrhundert kamen auf diese Weise Laubverziehrungen aus Europa und Lotos-Podeste aus Indien dazu. Beide wurden in die chinesische Kunst aufgenommen und zu der klassisch-eleganten Jadeschale mit Henkeln in Knospenform aus dem Mogul-Reich verarbeitet, welche in der Ausstellung zu sehen ist. |
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Schale mit heller blau-grüner Glasur
Südliche Sung-Dynastie (1127-1279)
In der Form einer Hibiskusblüte |
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Niedrige Schale mit Rand und zwei knospenförmigen Henkeln
Indien, Mogul-Reich, 17. Jahrhundert
Rechts Abrieb der Gefäßwand (ohne Inschrift) und des Bodens mit Pflanzenmuster |
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Ab dem 10. Jahrhundert florierte der Handel zwischen China und anderen Ländern sowohl auf dem Land- als auch auf dem Seeweg. Porzellan mit blauem und weißem Dekor, welches ursprünglich aus dem islamischen Raum stammte, und Emailkunst aus Osteuropa fanden ihren Weg nach China, wo sie noch weiterentwickelt wurden. Auf diese Weise entstanden jene blaue Unterglasurmalereien und Emailwaren, für die China berühmt werden sollte. Im 18. Jahrhundert wurde unter der Patronanz der Qing-Kaiser Email auf Porzellan und Keramikgefäße gemalt und im Brennofen gebrannt. Auf diese Weise entstand jene opulente und trotzdem elegante Kunst des mit Email bemalten Porzellans. Kleine Veränderungen bei den Emailpigmenten führten zu erstaunlichen neuen Farben wie hellgrün und violett-rot. |
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Räuchergefäß aus vergoldeter Bronze, Cloisonné und durchbrochenem Dekor mit Drachen- Henkeln
Späte Ming-Dynastie, 17. Jh. |
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Teekanne und –schale mit Deckel und emailliertem Blumendekor auf gebranntem Yixing-Ton
Marke und Periode der Regierungszeit des Kaisers Kangxi (1662-1722), Qing-Dynastie |
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Schale mit grüner Glasur
Marke und Periode der Regierungszeit des Kaisers Yongzheng (1723-1735), Qing-Dynastie |
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Schale mit violett-roter Glasur
Marke und Periode der Regierungszeit des Kaisers Yongzheng (1723-1735), Qing-Dynastie |
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Von der Mitte des 17. bis zum 18. Jahrhundert waren die Qing-Kaiser anderen Kulturen gegenüber sehr aufgeschlossen, christliche Missionare aus Europa mit künstlerischen Fähigkeiten erhielten sogar Stellen als Hofmaler. Chinesische Maler gerieten unter ihren Einfluss und begannen, die westliche Kunst der Perspektive zu studieren. Als Beispiel wird das Bild „Eine Stadt in Cathay“ in der Ausstellung gezeigt, das von mehreren Hofmalern angefertigt wurde. Die Darstellung der Straßen und Gebäude erfolgte aus der Fluchtpunktperspektive, wobei sogar einige westliche Gebäude zu erkennen sind.
Die Perspektivmethode beeinflusste auch Kunsthandwerker, welche die Porzellanmalereien bei den Brennöfen der Stadt Jingdezhen in der Provinz Jiangxi anfertigten. So zeigt ein Detail der Dekoration einer Porzellanvase in der Ausstellung nicht nur westliche Farben sondern auch weiße Emailpigmente, um die Form hervorzuheben. Damit wird dem Blumendekor eine weit größere Tiefe verliehen. Diese Technik kann man an den mit Email bemalten Porzellangegenständen, welche in der Verbotenen Stadt in Peking hergestellt wurden, nicht finden. |
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Eine Stadt in Cathay (Detail)
Hofkünstler Chen Mei, et al., Qing-Dynastie (1644-1911)
Zeigt die Verwendung der westlichen Perspektive |
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Porzellanvase mit Blumendekor, bemalt mit fen-tsai Email
Regierungszeit des Kaisers Qianlong (1736-1795), Qing-Dynastie
Zeigt den räumlichen Effekt der Blumen und Blätter |
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